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Modulares Bauen als Assetklasse — gemeinsam gestalten

Erstellt von Hary Stubnya |

Standardisierte Module, CRR3-Finanzierung und ein europäischer Zweitmarkt — drei Entwicklungen, die zusammen eine neue Assetklasse formen. Wer diese Vision teilt, findet im Netzwerk die Menschen, die sie gemeinsam verwirklichen.

Modulares Bauen als neue Assetklasse — gemeinsam gestalten, gemeinsam wachsen

Manche Ideen brauchen mehr als einen klugen Kopf. Sie brauchen Menschen, die eine gemeinsame Vision erkennen, sich persönlich begegnen und zusammen etwas aufbauen, das allein unerreichbar wäre. Modulares Bauen als neue Assetklasse ist genau so eine Idee — und sie gewinnt gerade eine Dynamik, die Vordenker aus verschiedenen Disziplinen zusammenbringt.

Drei Entwicklungen treffen aufeinander: Standardisierte Module auf ISO-Normgrößen (10, 20 und 40 Fuß), die CRR III als EU-weiter Bewertungsstandard (Verordnung EU 2024/1623, in Kraft seit Januar 2025) und ein Zweitmarkt, der modulare Wohneinheiten erstmals als handelbare Assets mit transparentem Restwert erschließt. Jede Entwicklung für sich ist bemerkenswert. Gemeinsam formen sie ein Spielfeld, das nach Gestaltern ruft.

Warum das Wort „Assetklasse" nicht übertrieben ist

Im klassischen Wohnungsbau ist jede Immobilie ein Einzelstück. Bewertung, Finanzierung, Verwertung — alles individuell, alles aufwendig, alles wenig skalierbar. Modulare Wohneinheiten mit Typengenehmigung, Digital Twin und Seriennummer verändern diese Gleichung grundlegend.

Standardisierte Bewertung: Wenn ein Modultyp einmal bewertet ist, gilt diese Bewertung für alle Einheiten derselben Serie. Sachverständige erstellen Typenbewertungen statt Einzelgutachten. Das senkt die Kosten für Banken und beschleunigt die Kreditvergabe — eine Effizienz, die im klassischen Immobiliengeschäft ohne Vergleich ist.

CRR3-optimierte Finanzierung: Bei Baukosten von 1.200 bis 1.500 Euro pro Quadratmeter (gegenüber 2.500 bis 3.500 Euro im klassischen Neubau) unterschreiten modulare Einheiten die 55-Prozent-Schwelle beim Loan-to-Value deutlich. Das bedeutet: 20 Prozent Risikogewicht — die günstigste Kategorie der CRR III. Für die finanzierende Bank sinkt der Eigenkapitalbedarf auf 16.000 Euro pro Million Kreditvolumen.

Transparenter Zweitmarkt: Module mit Seriennummer und Digital Twin haben einen standardisierten Restwert. Wenn ein Eigentümer umzieht, wird das Modul über die Plattform weiterverkauft oder an einem neuen Standort aufgestellt. Bei Kreditausfall hat die Bank mehrere Verwertungsoptionen: Vermietung zum Marktpreis (der über der Kreditrate liegt), Zweitmarkt-Verkauf oder physische Versetzung. Ein Risikoprofil, das bei klassischen Immobilien in dieser Form nicht existiert.

Zusammen ergibt das: Ein handelbares, standardisiertes, regulatorisch optimiertes Wohnprodukt mit transparentem Lebenszyklus. Das ist die Definition einer neuen Assetklasse.

Kreditrate unter Miete — eine Rechnung, die begeistert

Die Zahlen erzählen die Geschichte am eindrücklichsten. Bei einer Zwei-Personen-Wohneinheit mit 55 bis 60 Quadratmetern (Baukosten rund 82.500 bis 90.000 Euro) liegt die Kreditrate bei 15 Jahren Laufzeit und 3,23 Prozent Zinsen (Bundesbank-Durchschnitt Januar 2026 für Wohnungsbaukredite über 10 Jahre Zinsbindung) bei etwa 600 bis 660 Euro monatlich. Die vergleichbare Warmmiete in Erlangen beträgt rund 825 bis 900 Euro.

Der Kreditnehmer zahlt also 200 Euro weniger als der Mieter — und baut gleichzeitig Eigentum auf. Über 15 Jahre summiert sich das auf 36.000 bis 48.000 Euro Ersparnis plus schuldenfreies Eigentum. Für Familien mit 90 bis 100 Quadratmetern steigt die monatliche Differenz auf rund 350 Euro.

Diese Rechnung verändert Gespräche. Zwischen Finanzberatern und ihren Kunden. Zwischen Sachverständigen und Banken. Zwischen Projektentwicklern und Kommunen. Und genau in diesen Gesprächen entstehen die Verbindungen, aus denen ein lebendiges Netzwerk wächst.

Eine Plattform, kein Produkt — und deshalb ein Netzwerk-Thema

Das Besondere an modularem Bauen nach ISO-Standard ist: Es geht um ein Ökosystem, nicht um ein einzelnes Unternehmen. Hersteller produzieren nach definiertem Standard. Betreiber betreiben Parks für Wohnen, Pflege oder Hospitality. Kunden gestalten Innenräume frei. Sachverständige bewerten standardisiert. Banken finanzieren auf gesicherter Grundlage.

Dieses Plattform-Modell kennt vier Erlössäulen: Produktverkauf (standardisierte Module), Lizenzen (2 bis 5 Prozent Umsatzbeteiligung für Hersteller und Betreiber), Eigenbetrieb (Boardinghouses, Pflegeparks) und Zweitmarkt (Rücknahme, Refurbishment, Wiederverkauf). Wer in einer dieser Säulen zu Hause ist, findet in den anderen drei natürliche Partner.

Und das ist der Punkt: Kein Einzelner deckt alle vier Säulen ab. Sachverständige verstehen Bewertung, Finanzberater verstehen Kreditstrukturen, Projektentwickler verstehen Bau und Betrieb, Steuerberater verstehen das faszinierende Spannungsfeld zwischen beweglichem Wirtschaftsgut und Immobilie. Zusammen entsteht ein Gesamtbild, das allein unsichtbar bleibt.

Die europäische Dimension — und warum sie Vordenker anzieht

Was in Erlangen als Pilotprojekt beginnt (Moehrendorfer Straße 48, 20 Module, 288 Quadratmeter), hat eine europäische Reichweite. Die CRR III gilt EU-weit. ISO-Normgrößen sind global transportierbar. Die Construction Products Regulation schafft einen einheitlichen Marktzugang.

In Osteuropa — Polen, Tschechien, Rumänien — trifft massiver Wohnungsbedarf auf Bankensysteme ohne Altlasten, die direkt auf dem CRR3-Fundament aufbauen können. Produktionskosten von 800 bis 1.100 Euro pro Quadratmeter bei lokaler Fertigung. EU-Förderquoten von bis zu 85 Prozent in Kohäsionsländern. Eine dreistufige Governance (Verein in Deutschland, Holding in Malta, operative Gesellschaft in Rumänien) ist vorbereitet.

Für Vordenker, die über den eigenen Markt hinausdenken, öffnet sich hier ein Feld mit seltenem Potenzial: Standardisierte Produkte, regulatorischer Rückenwind, europäische Skalierung — und die Möglichkeit, von Anfang an dabei zu sein, wenn eine neue Assetklasse entsteht.

Wer sich für Plattform-Ökonomie begeistert, erkennt die Parallelen: Kompatibilität wie bei LEGO, Prozesssicherheit wie bei McDonald's, Skalierbarkeit wie bei Netflix — angewandt auf den größten physischen Markt der Welt: Wohnraum.

Ethik als Vorsprung — Verantwortung vor Regulierung

Ein Null-Verlust-Szenario für Banken ist wirtschaftlich attraktiv. Es birgt aber auch ein Risiko: nachlässige Kreditvergabe nach dem Prinzip „wir verlieren ja nichts". 2008 hat die Welt erlebt, wohin es führt, wenn Produkte zu sicher aussehen und die Vergabepraxis dem Risikoprofil nicht standhält.

Die Antwort darauf ist nicht Regulierung — die existiert für modulare Wohnformen in dieser spezifischen Form noch nicht. Die Antwort ist Haltung. Saubere Bonitätsprüfung auch bei niedrigen Raten. Keine Kreditvergabe an Menschen, die bei Einkommensverlust in Schwierigkeiten geraten. Das Null-Verlust-Szenario schützt die Bank. Der ethische Standard schützt den Menschen.

Wer ethisch vorausdenkt, bevor es reguliert wird, baut Vertrauensvorsprung auf — bei Kunden, bei Partnern und bei den Regulierern, die irgendwann nachziehen werden. Crew Resource Management nennt dieses Prinzip: Offen hinschauen, verstehen warum, richtig handeln.

In einem Netzwerk, das auf gemeinsamen Werten basiert, ist dieser Anspruch keine Last — er ist das, was die richtigen Menschen anzieht.

BauTurbo und Typengenehmigung — der regulatorische Rückenwind

Seit Oktober 2025 beschleunigt Paragraph 246e BauGB (BauTurbo) Genehmigungen für Wohnbauten erheblich. Typgenehmigte Module profitieren besonders: Einmal zugelassen, überall einsetzbar. Die Kombination mit Schraubfundamenten (reversibel, ökologisch, DIN-konform, Materialkosten 700 bis 1.200 Euro für 50 bis 100 Quadratmeter) hält den steuerlichen Status als bewegliches Wirtschaftsgut aufrecht, während die Typengenehmigung die CRR3-Anforderungen an den Property Value erfüllt.

Die Übergangsfristen der CRR III laufen bis 2027, der Output Floor greift vollständig ab 2030. Fünf Jahre, in denen Kompetenz aufgebaut, Partnerschaften gefestigt und Marktpositionen gesichert werden können. Wer heute beginnt, gestaltet mit. Wer wartet, passt sich an.

Was Zusammenarbeit hier konkret bedeutet

Das ist kein abstraktes Netzwerk-Versprechen. Es sind konkrete Berührungspunkte:

Sachverständige und Finanzberater entwickeln gemeinsam Typenbewertungen, die Banken als Entscheidungsgrundlage nutzen. Statt jedem Kreditantrag ein Einzelgutachten beizufügen, entsteht ein standardisiertes Bewertungsverfahren, das Bearbeitungszeiten verkürzt und Kosten senkt.

Projektentwickler und Bauexperten bringen das technische Verständnis ein: Welche Modulkonfigurationen eignen sich für welche Nutzung? Wie sieht ein Pilotpark aus, der alle vier Erlössäulen bedient? Wie funktioniert die Logistik vom Hersteller über den Standort bis zum Zweitmarkt?

Steuerberater und Rechtsanwälte navigieren das Spannungsfeld zwischen steuerlich beweglichem Gut und baurechtlicher Immobilie — ein Feld, das fachlich anspruchsvoll ist und gerade deshalb die richtigen Mandate anzieht.

Alle gemeinsam schaffen etwas, das größer ist als die Summe der Teile: Eine Assetklasse, die standardisiert, finanzierbar und ethisch verantwortbar ist. Und die nur funktioniert, wenn die Menschen dahinter sich persönlich kennen und füreinander einstehen.


Teil werden von etwas Besonderem

Modulares Bauen als neue Assetklasse ist ein Thema, das Vordenker verschiedener Disziplinen zusammenbringt — Sachverständige, Finanzberater, Projektentwickler, Bauexperten, Steuerberater und Rechtsanwälte. Wer die Vision teilt, findet im Netzwerk die Menschen, die sie gemeinsam verwirklichen.

Die HSG — High Specialised Group — verbindet Spezialisten die verstanden haben: Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist nicht nur effizienter — sondern auch erfüllender. Vier Kernbereiche (Bewertung, Vermarktung, Entwicklung, Verwaltung) und ein Netzwerk aus Sachverständigen, Finanzberatern, Projektentwicklern, Steuerberatern und Rechtsanwälten, das füreinander einsteht.

Ein Beziehungsnetzwerk das auf gemeinsamen Werten, gegenseitigen Empfehlungen und professionellen Standards basiert. — ein Beziehungsnetzwerk das auf gemeinsamen Werten basiert. Klingt das nach Ihrem Anspruch?

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Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine rechtliche Beratung im Einzelfall.

Datenstand: April 2026 | Quellen: Verordnung (EU) 2024/1623 (CRR III), Paragraph 246e BauGB (BauTurbo, 30.10.2025), Bundesbank Wohnungsbaukredite 01/2026, modules-Konzeptdokumentation, wohnung-jetzt.de (Mieten oder kaufen 2026), Burchardt Steuerrecht (Tiny House AfA)

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